Newsletter Mai

BI-Henriettenplatz

kämpft für einen lebenswerten Kiez!

Liebe Nachbarn,

der Frühling hat neuen Schwung in die Debatte um den Henriettenplatz gebracht.

Die BVV hat mehrheitlich beschlossen, das Bezirksamt möge mit dem Investor einen Wettbewerb für den Henriettenplatz organisieren. Damit kommt die BVV einer zentralen Forderung unserer Bürgerinitiative nach, denn wir wollen nicht, dass der Henriettenplatz zum Hinterhof des geplanten Geschäftshauses wird. Der Henriettenplatz muß seinen Wert für uns alle behalten!

Wenn also schon gebaut werden soll, dann wird der Platz wenigstens nicht einfach dem Investor überlassen.

Das klingt zunächst vielleicht nur nach einer Lapalie. Aber es passiert schneller als man denkt, dass ein eigentlich öffentlicher Platz ganz in die Hände eines Investors fällt.

Wir wollen, dass der Henriettenplatz auch weiter ein öffentlicher Platz für alle Menschen in Halensee bleibt.

Wie es, wenn die Menschen bei Stadtplanung vergessen werden, auch gehen kann, habe ich vor einigen Jahren selber am Los Angeles Platz erfahren. Ich verbrachte meine Mittagspause bei herrlichem Maiwetter auf dem Los Angeles Platz und vergnügte mich neben meiner Freundin mit meinem Lunchpaket, als plötzlich ein Wachmann uns darauf hinwies, man dürfe hier nicht (!) essen und trinken. Und uns des Platzes verweisen wollte. Der Los Angeles Platz war, wie es schien, zum Hinterhof eines Hotels geworden, ein öffentlicher Platz zu privatem Eigentum erklärt. Ein öffentlich zugänglicher Platz, für niemanden erkennbar als privater Raum ausgewiesen, essen und trinken, selbst Eis essen, verboten. Allerdings gab es eine "Parkordnung" des "Inhabers", der der unter dem Platz befindlichen Tiefgarage. Damals habe ich sehr schnell über die Bezirksverordnetenversammlung eine Veränderung der "Parkordnung" dort erreichen können. Der Investor plant am Henriettenplatz ein Geschäftshaus, das Erdgeschoss wird wahrscheinlich auch Gastronomie beherbergen. Und dann kann es sehr schnell im Interesse des Inhabers sein, privaten Verzehr von Essen und Trinken auf dem Platz einzuschränken....

Auch deshalb werden wir sehr genau darauf achten, was mit dem Henriettenplatz weiter geplant wird.

Zunächst verlangen wir jedoch von der Bezirkspolitik, dass wir Anwohner an diesem Wettbewerb beteiligt werden und nicht, wie immer häufiger in den letzten Jahren üblich, im stillen Kämmerlein über die Zukunft unsres persönlichen Umfelds entschieden wird.

Das letzte Wort ist noch lange nicht gesprochen!

Wir würden uns sehr freuen, wenn auch Sie sich persönlich bei den Verantwortung tragenden Parteien dafür einsetzen, daß der Wettbewerb für den Henriettenplatz keine Mogelpackung hinter verschlossenen Türen wird und die Anwohner bei der Entscheidungsfindung beteiligt werden. Dazu gehört für uns auch, daß die Wettbewerbsvorschläge auf einer Einwohnerversammlung vorgestellt und zur Diskussion gestellt werden.

 

An dieser Stelle möchten wir uns bei allen bedanken, die uns in den letzten sechs Wochen dabei geholfen haben, zum Gelingen des Bürgerbegehrens zum Grünerhalt in unserem Bezirk beizutragen. Gemeinsam mit den Kleingartenverbänden von Charlottenburg und Wilmersdorf haben wir Bürgerinitiativen damit ein weiteres Signal gesetzt, Grünanlagen im Bezirk zu schützen und zu bewahren.. Allein in unserem Kiez haben wir in dieser kurzen Zeit fast 1.000 Unterschriften dafür bekommen, dass der Bezirk nicht seinen Kurs der Grünvernichtung weiterfährt

 

( z.B.Oeynhausen und auch unsere Gärten in der Seesener!), sondern endlich begreift, dass mehr Berliner auch mehr, und nicht weniger Grün benötigen. Und in der zweiten Maihälfte werden wir, soviel sei schon jetzt verraten, den Erfolg verkünden können, daß unser Bürgerbegehren erfolgreich die erste Hürde genommen hat!

 

Deshalb ein großes Danke für Ihre Unterstützung!

Aktuelle Informationen finden Sie wie immer auf www.bi-henriettenplatz.de und auf unserer Facebookseite.

 

Nachbarschaftliche Grüße Ihr

Heinz Murken